Archiv der Kategorie 'Start'

Schöner leben ohne Nazis

Hier sind die wichtisgten Termine der Kampagne „Schöner leben ohne Nazis“:

11.04.2012, Vortrag: „Die Nazi-Szene in Ludwigshafen und Umgebung“, 19 Uhr, kurdischer Kulturverein, Ludwigshafen
21.04.2012, Demo: „Schöner leben ohne Nazis“, 13 Uhr Rathauscenter, Ludwigshafen
26.04.2012, Vortrag: „Rechtsrock – Subkultur und Business“, 19 Uhr, das Haus (Café Dome), Ludwigshafen

Termine vormerken und dabei sein!

Ladenschluss die Zweite: Streetwear Company geschlossen

Nachdem der Thor-Steinar-Shop „Thugs“ bereits im März 2009 schließen musste, folgte im September der für die rechte Szene weit bedeutendere Laden „Streetwear Company“. Der von Hammerskin Malte Redeker betriebene Laden versorgte die regionale Naziszene seit 2008 mit Kleidung, Musik und Propaganda.
In einem Artikel der Zeitung Rheinpfalz Anfang September wurde über die Schließung berichtet. Wie es dazu kam, blieb der Öffentlichkeit jedoch verborgen. Eine Kündigung war zu diesem Zeitpunkt vertraglich nicht möglich und die rechte Szene hatte angekündigt, den Laden nicht freiwillig räumen zu wollen. Ob es Vermittlungen durch offizielle Stellen, Absprachen oder finanzielle Angebote an Redeker gab, ist bislang nicht bekannt.
Der antifaschistische Druck, den das Bündnis Ladenschluss in der Stadt aufbaute, dürfte in jedem Fall seinen Teil zur Schließung beigetragen haben. Sich jetzt auszuruhen, wäre jedoch eine falsche Einschätzung der Situation in Ludwigshafen. Noch immer ist die Naziszene aktiv und macht zur Zeit mit Drohungen und Anschlägen gegen NazigegnerInnen auf sich aufmerksam.

Protest gegen regelmäßige Nazi-Partys in Ludwigshafen

Keine Kneipen für Nazis!
Info-Flugblatt „Keine Kneipen für Nazis!“

Pressemitteilung des Bündnis Ladenschluss vom 31.08.2009

Seit 2002 finden in Ludwigshafen und im Rhein-Pfalz-Kreis sogenannte „Onkelz-Partys“ statt, die sich zum Rekrutierungsfeld der organisierten Naziszene entwickelt haben. Die Partys wurden mehrmals in den Ludwigshafener Kneipen „Bierstube“ und „Bon Scott“ sowie einmal im „Washot“ veranstaltet. Das antifaschistische Bündnis Ladenschluss kündigt Proteste gegen diese Feiern an.

Die Veranstaltergruppe „MP5“ organisiert die „Onkelz-Partys“ seit 2002 im Rhein-Pfalz-Kreis und seit 2005 in Ludwigshafen. Sie stellen diese Partys als unpolitische Freizeitgestaltung dar, tatsächlich haben sie sich zu einem Treffpunkt der organisierten Naziszene entwickelt. Kader des Kameradschaftsnetzwerkes „Aktionsbüro Rhein-Neckar“ und der NPD zählen zu den Stammgästen. Die Gäste tragen Kleidung mit Markenlabels und Codes wie „Thor Steinar“, „Masterace“ („Herrenrasse“) oder „H8 Society“ (H8 steht für „Heil Hitler“). Daneben besuchen viele Jugendliche die Veranstaltungen und kommen so in direkten Kontakt mit der rechten Szene.

Die Kneipen und das unmittelbare Umfeld werden während den Partys zu einem Angstraum für MigrantInnen und andere Personen, die nicht in das Weltbild der Nazis passen. Es wurde von Augenzeugen mehrfach berichtet, dass Hetzparolen gegrölt, PassantInnen angepöbelt und von den Veranstaltungen aus direkt angegriffen wurden.

Neben dem Naziladen „Streetwear Company“ in der Halbergstraße stellen die Kneipen wichtige Treffpunkte und Rekrutierungsfelder der Ludwigshafener Nazis dar.

„Die Onkelz-Partys sind keinesfalls unpolitisch und öffentlich, wie die Veranstalter behaupten. Es werden hier nicht nur Nazis akzeptiert – die Veranstaltungen haben sich zu regelrechten Nazi-Treffen entwickelt. Viele Jugendliche werden hier politisiert. Es ist skandalös, dass solche Veranstaltungen regelmäßig in Ludwigshafener Kneipen stattfinden können“ kommentiert eine Sprecherin des Bündnis Ladenschluss. „Wenn die Veranstaltergruppe MP5 und die BetreiberInnen der Kneipen behaupten, es handele sich um unpolitische Veranstaltungen, ist dies lediglich ein Versuch, öffentliches Aufsehen zu vermeiden. Die BetreiberInnen tragen Verantwortung für das, was in ihren Räumen geschieht!“

Das Bündnis Ladenschluss fordert ein Ende der „Onkelz-Partys“ und plant Proteste gegen die Veranstaltungen und Kneipen. Zu diesem Zweck wurden die AnwohnerInnen der Kneipen „Bierstube“, „Bon Scott“ und „Washot“ mit Anschreiben und Informationsflugblättern aufgeklärt. Ein Protestschreiben ging an die Gewerbeaufsicht, die Stadtverwaltung, die IHK und weitere zuständige Stellen sowie an Ludwigshafener Parteien und Organisationen der Zivilgesellschaft.

Erster Erfolg gegen Nazi-Läden: „Thugs“ geschlossen – „Streetwear Company“ besteht jedoch weiter

Thugs geschlossen!

Aufgrund des politischen Drucks durch die antifaschistische Arbeit des Bündnis Ladenschluss Ludwigshafen hat der Vermieter dem Betreiber des Nazi-Ladens „Thugs“ in Ludwigshafen-Friesenheim bereits zum 1. März 2009 gekündigt. Der Laden ist seitdem geschlossen!

Eine Kündigung des Mietvertrags des Nazi-Ladens „Streetwear Company“ in Ludwigshafen-Süd ist vorerst aus formalen Gründen gescheitert. Der Mietvertrag läuft weiter bis 2010. Das vom Nazi-Aktivisten Malte Redeker (Aktionsbüro Rhein-Neckar, Hammerskins) betriebene Geschäft besteht damit weiterhin und ist nach wie vor geöffnet.
Der Vermieter der Räumlichkeiten hat gegenwärtig offenbar keine erkennbaren Interessen, den braunen Laden und seinen Inhaber loszuwerden.
Das Bündnis Ladenschluss wird sich aus diesem Grund weiter mit „Streetwear Company“ befassen.

Die Stadt Ludwigshafen hat mittlerweile verlauten lassen, dass in Bezug auf den Nazi-Laden „Streetwear Company“ „etwas unternommen wird“. Das Geschäft soll laut dieser Aussagen noch 2009 weg sein.
Was von den Ankündigungen der Stadt zu halten ist, werden wir sehr genau beobachten und gegebenenfalls kommentieren.

Presseschau aktualisiert

Unter der Rubrik „Presse“ findet sich eine aktualisierte Übersicht mit vielen Artikeln, Beiträgen und Veröffentlichungen im Rahmen der Kampagne.
Zur Presseschau

Erfolgreiche Demonstration gegen Nazi-Läden in Ludwigshafen

Ladenschluss!
Etwa 1000 Menschen nahmen heute am 17. Januar an der Bündnisdemonstration „Ladenschluss – Kein shopping für Nazis!“ teil. Wir konnten ein starkes Zeichen gegen die Nazi-Läden in Ludwigshafen setzen. Die Polizei provozierte mit einem Großaufgebot und zahlreichen Schikanen, wie Vorkontrollen und dem Filmen der TeilnehmerInnen. Die DemonstrantInnen konnten ihr Anliegen aber bis zuletzt durchsetzen und zogen mit Parolen, Flugblättern, Transparenten und Fahnen von LU-Mitte nach LU-Süd. Vor der Demonstration kam es zu einem bewaffneten Angriff von etwa 50 Nazis auf ein Mannheimer Geschäft. Offenbar wollten Nazis AntifaschistInnen einschüchtern. Ausführliche Berichte gibt es u.a. bei indymedia.
Pressemitteilung des Bündnis Ladenschluss
Pressemitteilung der Antifaschistischen Initiative Heidelberg
Ladenschluss Ludwigshafen: 1000 gegen Nazis
Nazis überfallen Geschäft in Mannheim
Presseübersicht

Ladenschluss-Veranstaltung zur NPD am 14. Januar

Kurz vor der Demonstration gibt es am Mittwoch, den 14. Januar eine weitere Veranstaltung der Informationsreihe des Bündnis Ladenschluss. Wir konnten den Journalisten und Experten für Rechtsextremismus Robert Andreasch für einen Vortrag zum Thema „Die NPD“ gewinnen. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, sich über die antifaschistische Demonstration und die Arbeit des Bündnis Ladenschluss zu informieren. Wie immer haben Personen, die wir der rechtsextremen Szene zuordnen, keinen Einlass. Beginn der Veranstaltung ist 20 Uhr, Veranstaltungsort die Räume von ver.di in der Kaiser-Wilhelm-Str. 7 in Ludwigshafen-Mitte (nähe Fachhochschule).
Einladung zur Veranstaltung (PDF)

Infos zur Demo

Die große Demonstration gegen Nazis und ihre Läden in Ludwigshafen rückt näher. Unter der Rubrik „Demo“ findet ihr viele Infos zum 17. Januar.
Zur Rubrik „Demo“
Die Ordnungsbehörden der Stadt Ludwigshafen haben für die Demonstration massive Auflagen und Einschnitte in das Grundrecht auf Versammlungsfreiheit angedroht. Der AK Antifa Mannheim hat dazu eine Pressemitteilung verfasst.
Pressemitteilung des AK Antifa Mannheim (PDF)

Offener Brief an den Betreiber des Naziladen „Thugs“

Antonia Mesina, Betreiber des „Thugs“ in Ludwigshafen-Freisenheim, hatte sich per E-Mail an das Bündnis Ladenschluss gewandt und darüber beschwert, dass sein Laden als „Naziladen“ bezeichnet wird. Mesina verkauft Kleidung der Nazimarke „Thor Steinar“. Mit einem Offenen Brief antwortet ihm das Bündnis.
Offener Brief an den Betreiber des Naziladen „Thugs“ (PDF)

Aufruf zur Demo gegen Nazis und ihre Läden in Ludwigshafen veröffentlicht

Ob Aufmärsche, rechte Kundgebungen oder Übergriffe gegen MigrantInnen. Die Liste von Naziaktivitäten in Ludwigshafen und Umgebung in den vergangenen Jahren ist lang und sie spiegelt wider, wie sich die rechte Szene in der Stadt etabliert hat. Es gibt rechte Treffpunkte wie Kneipen oder Parties und inzwischen wohnen auch einige bundesweit aktive Nazigrössen in der Stadt. Seit kurzem kommen zwei weitere Punkte in diese Auflistung hinzu. Im Sommer 2008 wurden zwei Geschäfte gegründet, in denen Neonazis Kleidung, Musik und andere Gegenstände für ihre Szene verkaufen.
Den ganzen Aufruf lesen
Der Aufruf als PDF-Datei